Preisträger

1. Platz: "Zentrifuge" - Christian Engelmann

Der Künstler:
Christian Engelmann (37) ist freier Bildhauer mit Wohnsitz in München. Schon während seines Studiums der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste unter Professor Metzel in München stellte er seine meist technischen Werke der europäischen Öffentlichkeit zum Beispiel in Lissabon, Belgien, Montenegro oder Litauen vor.

Das Werk: Zentrifuge
Bei der Zentrifuge handelt es sich um ein reales, wenn auch technisch nur rudimentär umgesetztes Modell aus unbehandeltem Stahl. Integriert sind ein (Auto)Sitz und Fahrradpedale, mittels derer man sich selbst bis zu max. 2,8 g in der Kreisbewegung beschleunigen kann. Die Zentrifuge hat einen Durchmesser von 6 Metern.

Energie & Raum
Die aufgewendete Energie bewegt den Benutzer des Kunstwerks im Raum. "Dabei bewegt er sich letztendlich um sein eigenes Zentrum, in seinem ganz speziellen Mikrokosmos", so der Künstler. Bei seinem Werk kommt es ihm besonders darauf an, zu zeigen, dass derjenige, der die Zentrifuge benutzt, Versuchsleiter und Versuchsobjekt in einem ist. Engelmann erklärt: "Er bestimmt, inwieweit er die Zentrifuge beschleunigt und welchen Kräften er sich aussetzt." Nicht beeinflussbar ist hingegen das Einsetzen der Bremswirkung, die ausschließlich durch äußere Faktoren bestimmt wird. Damit verbindet sich die Erkenntnis, "dass man die Geister, die man rief, nur langsam wieder los wird", so Christian Engelmann.

Kunst & Technik
Christian Engelmann integriert in seine Kunstwerke Technik, um künstlerische Aussagen "erlebbar" zu machen. "Sie dient als Mittel, meine Werke zu verbessern, z. B. Bewegungsabläufe zu ermöglichen." Bei der Zentrifuge ist die Technik mechanischer Natur. "Nicht nur für die Zentrifuge, sondern für viele meiner anderen Arbeiten sind Elektronik und zu diesem Zweck geschriebene Computer-Programme unentbehrlich."