Preisträger
3. Platz: "two-in-one" - Thomas Gmeinder
Der Künstler:
Nach seinem Abitur machte Thomas Gmeinder (37) zunächst eine Tischlerausbildung. An der Uni Konstanz entwarf und fertigte er Einrichtungsgegenstände bevor er 1994 ein Studium an der Hochschule für bildende Kunst in Dresden aufnahm. Seit 2000 arbeitet er freischaffend als bildender Künstler, aber auch schon während seines Studiums wirkte er bei zahlreichen Ausstellungen mit. Der 40-Jährige lebt abwechselnd am Bodensee (Radolfzell) und in der Pfalz (Freinsheim).
Das Werk: two-in-one
Reisen heißt Neuland entdecken. Die Fiktion von einem eigenständigen Gesellschaftsmodell auf Reise ist zentrales Thema von Thomas August Gmeinder. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht die Suche nach besonders effizienten Formen der Fortbewegung. Reisen bedeutet für Gmeinder auch Erforschung verschiedener Arbeitsbereiche. In Zusammenarbeit mit diesen entstehen Variationen einer zentralen two-in-one-Form. two-in-one bedeutet für ihn die Verbindung zweier Individuen und die aus dieser Symbiose entstehende Optimierung. Thomas August Gmeinder hat diese Idee in einem Modell visualisiert. Dabei handelt es sich um einen Bootstyp mit Flügelantrieb, der aus zwei Einzelrümpfen zusammengebaut ist. Kein Katamaran, sondern ein Katamarakt, wie es der Künstler ausdrückt.
Energie & Raum
Das Boot bewegt sich in den Elementen und steht als Symbol für Reise. Mit der Reise verbunden ist der Raum, aber auch die Nutzung natürlicher Ressourcen wie Wind- und Sonnenenergie.
Kunst & Technik
Die Technik dient Thomas August Gmeinder dazu, effiziente Formen der Fortbewegung zu entwickeln. Technisch anspruchsvoll ist auch das von ihm erstellte Modell. Als High Tech Skulptur wurde es unter anderem im Strömungskanal entwickelt und nach rein idealen Gesichtspunkten optimiert. Ich habe es so gebaut, dass man sich tatsächlich fortbewegen, also Realversuche unternehmen kann. Entsprechend dem two-in-one-Gedanken muss die Fortbewegung zu zweit betrieben werden: Einer ist der Steuermann und einer der Lenker des Flügelantriebs, der nach dem Prinzip großer Zugdrachen funktioniert.